Moderne Therapie des Lungenemphysems

Moderne Therapie des Lungenemphysems –  Lungenvolumenreduktion, z.B. durch Endobronchialventile

Als qualifiziertes Fachzentrum verfügt die Klinik für Pneumologie am HKZ über die Möglichkeit, Lungenemphyseme mit Hilfe von Endobronchialventilen (EBV) und auch durch Coils effektiv zu behandeln. Die Ventiltherapie gilt als das am besten erforschte und effektivste Verfahren zur endoskopischen Lungenvolumenreduktion und wird in Deutschland bereits seit mehr als zehn Jahren durchgeführt. Zahlreiche klinische Studien belegen die Sicherheit und Wirksamkeit dieser Therapie für Patienten mit fortgeschrittenem Lungenemphysem.

Die minimalinvasive Ventiltherapie folgt einem einfachen Prinzip: Das Endobronchialventil wird gezielt in den Bronchien von krankhaft überblähten Lungenarealen platziert. Die hier eingeschlossene Luft kann entweichen, Einströmen neue Luft wird in diesem Areal verhindert und das Volumen der erkrankten Lungenbereiche wird reduziert. Dadurch können die verbleibenden gesünderen Bereiche der Lunge effizienter arbeiten und der Patient wird besser mit Sauerstoff versorgt. Durch das Einsetzen der Ventile werden Lungenfunktion, Belastungsfähigkeit und Lebensqualität der behandelten Patienten verbessert. Vor Einsetzen der Ventile wird am Herz-Kreislaufzentrum eine umfassende Diagnostik durchgeführt. Hierzu zählen unter anderem ein Lungenfunktionstest, ein 6-Minuten-Gehtest sowie die Lungenszintigrafie und ein hochauflösendes (HR) CT-Scan. So ist sichergestellt, dass die Ventiltherapie tatsächlich für den jeweiligen Patienten geeignet ist. Weltweit wurden bisher weit mehr als 12.000 Patienten behandelt. Sollten einmal hinter den Ventilen Probleme entstehen, so können die Ventile bei Bedarf jederzeit wieder leicht entfernt werden.





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